Tag der Kinderrechte – und die Pflichten?

Nun sind sie über die Bühne – die beiden Welttage der Rechte. Menschenrechte und Kinderrechte. Durch sämtliche Medien geistern rund um diese Tage Aufschreie und Wachrüttel-Berichte. Vorrangig zeigen wir Österreicher dann mit dem Finger und Unverständnis auf andere Länder.

Weil bei uns alles Friede-Freude-Eierkuchen ist, oder nicht?

Zugegeben – Kinderarbeit, Ausbeutung, Zwangsheirat etc. gehören bei uns der Vergangenheit an – Gott sei Dank. Während der Wohlstand in Westeuropa immer weiter steigt nimmt aber die emotionale Grundversorgung unserer Kinder immer weiter ab.

Das Wohl des Kindes hat Vorrang!

Das Recht auf elterliche Fürsoge ist in der Kinderrechtskonvention fest verankert. Auch, dass bei jeder Entscheidung das Wohl des Kindes im Vordergrund stehen muss ist ein fixer Bestandteil.

Nun bleibt zu klären: was wünschen sich unsere Kinder bzw. was macht ihr Wohlergehen aus?

Mein dreijähriger Sohn hat mir auf diese Frage unbewusst eine sehr klare Antwort gegeben. Ich bin zurzeit nicht voll berufstätig sondern nur freiberuflich für eine Zeitung unterwegs. 90% der Zeit in der meine Kinder wach sind bin ich Zuhause. Vor einer Woche hat es sich so ergeben, dass ich drei Zeitungs-Termine an einem Tag abwickeln musste. Nach diesem Tag des Spagats zwischen Arbeit, Haushalt, Ehemann und Kindern war ich gestresst und genervt. Mein Sohn hat gefragt „Mama? Bitte keine vielen Termine mehr!“.

DAS ist es, was sich Kinder wirklich wünschen!

Kinder wünschen sich Eltern in deren Zeit-Management sie Priorität haben. Eltern, die nicht gestresst sind sondern Zeit und Geduld haben um liebevoll aufgetürmte Kissen-Burgen zu besichtigen. Eltern in deren Leben Platz ist für Schneckenhäuser, Eiszapfen und bunte Steine. Die Zeit haben für all die Dinge die den Kindern wichtig sind.

Kinder wünschen sich Eltern die morgens am Frühstückstisch sitzen und zuhören was in den Träumen der Kinder passiert ist. Kinder wünschen sich in der Früh jemanden zum kuscheln und spielen, und nicht vom Bett aus direkt ins Auto gepackt und dann direkt in der Krippe abgegeben zu werden.

Wer seine Kinder nicht schon so früh dem hektischen Rhythmus der Erwachsenenwelt anpassen will dem wird erklärt, dass das auch in anderen Familien super funktioniere und in den nördlichen Ländern Europpas längst gängige Praxis ist. Selbst wenn das wirklich stimmt – muss man wirklich jede Schnapsidee übernehmen?

Trotz allen Argumenten die für neue Familienformen sprechen – Kinder wünschen sich glückliche Eltern. Hamonie innerhalb der Familie und glückliche Eltern die weniger gestresst sind und weniger Streiten. Kinder reicher Familien können sehr arm, und Kinder armer Familien sehr reich sein. Viel wichtiger als materieller Wohlstand ist für unsere Kinder in einer liebevollen Familie aufwachsen zu dürfen.

Es ist nicht nur das Recht der Kinder – sondern auch die Pflicht von uns als Eltern und der Politik diese Wünsche unserer Kinder zu realisieren.

Ein Gedanke zu “Tag der Kinderrechte – und die Pflichten?

  1. Johanna

    Du sprichst mir aus der Seele. Hoffentlich findet bei vielen von euch jungen Müttern so ein Umdenken statt, dass wieder viele Kinder die ersten Lebensjahre nur Kinder sein dürfen. Gut so, weiter so.

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