Mamas-Flunker-Bingo

Lügen haben kurze Beine – darum nehme ich es mit der Wahrheit sehr genau! Immer….naja meistens…oder zumindest manchmal. 🙂

Die Gedanken die man als Mama zu Ende denken kann, ohne durch ein „Maaaaama!“ unterbrochen zu werden, lassen sich ja an einer Hand abzählen. Diesen Gedanken konnte ich jedoch zu Ende führen und bin zum schockierenden Entschluss gekommen, dass ich Lügen zwar nicht leiden kann, mich aber öfters mit der ein oder anderen Flunkerei durch den Tag rette.

Mama-Münchhausen

Sie war klein, gelb hatte große Kulleraugen und ein zuckersüßes Lächeln auf den Schnabel gemalt. Und sie begrüßte uns alle noch während dem Auspacken mit einem fröhlichen „Hallo ich bin eine Ente! Eine Ente die macht Quak, Quak, schwimm herum den ganzen Tag, Tag!
Ich will ehrlich sein – mir schwante von Anfang an, dass die Beziehung zwischen mir und dieser Ente kein gutes Ende nehmen würde. Je mehr mir allerdings vor ihrem fröhlichen, nicht enden wollenden Gesang graute, umso begeisterter war mein Nachwuchs.

Eines Tages, als mein Nervenkostüm kein weiteres lustiges Enten-Lied mehr ertragen hätte können, hab ich mir in einer Nacht und Nebel Aktion die Ente geschnappt und sie mit einem Schraubenzieher ermordet! – naja, zumindest habe ich sie ihrer Batterien beraubt und das Batteriefach dann sorgsam wieder zugeschraubt, damit niemand Verdacht schöpft.

Auf die Frage meiner Kinder ob ich weiß, wieso die geliebte Ente nicht mehr singen wollte hab ich nur „Ich hab keine Ahnung, vielleicht ist sie kaputt!“ gemurmelt, ein betroffenes Gesicht gemacht und heimlich die Finger hinter dem Rücken gekreuzt.

Was ich sage – was ich meine!

Was ich sage und was ich eigentlich meine sind oft zwei völlig verschiedene Paar Schuhe.

„Ich muss mal aufs Klo!“ – sage ich zu meinen Kindern und versuche mich schnellstmöglich zu verdrücken.

Was ich meine: „Wenn ich noch eine Runde Autogeräusche immitierend über den Fliesenboden krabbeln muss während ich ein Auto unter dem Tisch durchschiebe breche ich an Ort und Stelle zusammen und ertrinke in meiner eigenen Sabberpfütze. LANGWEILIG! Merkt niemand, dass mein Gesicht vor Langeweile schon droht schlaganfallartig nach unten zu hängen?
Besser ich verkrümel mich kurz aufs Klo und bete dort eine Runde, dass Sohnemann die spannenden Abenteuer der Geisterautos ohne mein Zutun weiter spielt.

Was ich sage: Das schmeckt wirklich ganz furchtbar! Ich an deiner Stelle würde es nicht probieren, das ist nur was für Mamas!

Was ich meine: Mhhhhh oh Gott schmeckt das Lecker. Schokolade, Zucker, Fett und alles was ungesund ist. Viel zu gut um es an kleine hungrige Monster zu verfüttern die es schaffen in kürzester zeit kiloweise Süßkram und Co. zu verschlingen.


Was ich (im Beisein anderer Mütter) sage: Das ist jetzt aber die letzte Nascherei für heute. Du hast heut bei der Oma schon ein Eis-gekriegt.

Was ich meine: Mir ist es vollkommen egal ob das das dritte, vierte oder fünfte Eis an diesem Tag ist. Solange neben Eis und Schokolade auch noch das von mir gekochte Essen, Äpfel, Orangen und Paprika ihren Weg in den Schlund meiner Kröten findet soll es mir recht sein, wenn sich ab und an auch Süßkram dazwischen schummelt. Ich werde schließlich auch demnächst wieder in der Speisekammer verschwinden um Amicelli zu verdrücken.

Was ich sage (an meinen Mann gerichtet): Du brauchst dich nicht dafür zu entschuldigen!

Was ich meine: Aha? Auch schon drauf gekommen, dass ich die ganze Zeit über einzig und alleine im Recht war? Die Entschuldigung ist wirklich überfällig 🙂 *zwinker*

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