Das Leben ist kein Kindergeburtstag…oder doch?

22. September…ein regelrechter Feiermarathon liegt hinter uns.
Da war einmal meine missglückte Geburtstagsfeier … und der zweite Geburtstag unserer kleinen Maus!

Für den Geburtstag unserer Kleinen hatte ich ein gemütliches Beisammensein mit Großeltern, Taufpaten, Onkels, Tanten und wer sonst noch so zur Familie gehört, geplant. Dazu gabs Torte, Geschenke und mehrstimmigen Gesang der Festgemeinde. Die Feier in der Stöpselgruppe die wir einmal wöchentlich besuchen war für mich schon die Draufgabe zum „normalen“ Geburtstagsgeschehen bei uns Zuhause. Was ich dort von den anderen Mamas hörte ließ mir kalten Angstschweiß den Rücken hinunterlaufen während vor meinem inneren Auge die Worte „du Rabenmutter“ aufleuchteten.

Kindergeburtstage – von Eltern, für Eltern!

Was ich bis dato nicht wusste ist, dass eine Geburtstagsfeier für zweijährige Kinder einer Vorbereitung bedarf, die ich in dem Ausmaß nicht mal vor einer Hochzeit durchführen würde. Zuerst gilt es mal, die richtige Location zu wählen. Und damit ist nicht etwa das Wohnzimmer oder die Küche gemeint. Von großer Halle über Kinder-Hotels bis hin zum Zirkuszelt ist alles vertreten. Danach gehts an die Gästeliste. Ist ja auch nicht zumutbar, dass ein Kleinkind nur mit seiner Familie feiert. Sämtliche Bekanntschaften vom Babyschwimmen, Mama-Kind-Yoga und allen anderen Gruppen werden zusammengetrommelt.

Wenn dann die passende Location gefunden ist und die besten Freunde aus sämtlichen Babyveranstaltungen der Stadt eingeladen sind geht es zum nächsten zentralen Thema.

Was gibt es zu essen?

Aus Erfahrung kann ich zwar nicht sprechen, aber ich kann mir lebhaft vorstellen wie schwierig es ist einen Caterer zu finden, der vegan-zucker-gluten-farbstoff-palmöl-freie Torten anbietet. Aber wer weiß? Vielleicht hab ich gerade eine Marktlücke, wenn nicht sogar eine Goldgrube entdeckt. Die Torte muss natürlich süß und trendy aussehen. Aber welches Motiv? Winnie Pooh geht garnicht – der trägt keine Hose – wie anstößig.
Eiskönigin? Prinzessinnenmotiv für ein Mädchen? – geht auch nicht. Das ist sexistisch.
Ein Hase? – geht auch nicht. Zumal der Bunny das Logo vom Playboy ist.

Ihr wisst worauf ich hinaus will?

Die Unterhaltung!

Haben sich dann alle Mamas mit Kindern (möglichst im passenden „Minime“-Partnerlook Outfit) eingefunden kanns losgehen. Im Optimalfall hat die pflichtbewusste Geburtstagskind-Mama einen Animateur/Zauberer/Seifenblasenkünstler o.ä. gebucht um die Kinder bei Laune zu halten. Natürlich darf der Unterhalter nicht einfach Luftballons in lustige Formen biegen. Frühförderung lautet das Gebot der Stunde – und dieses Gebot hat nicht einmal an Geburtstagen Pause. Wie genau Wissen durch Animation an Zweijährige vermittelt werden soll war mir nicht klar. Aber die Unterhaltung war leider schneller vorbei, als ich bei betreffender Mutter nachfragen konnte.

Give-Aways

Das allerwichtigste bei einer Geburtstagsfeier sind nicht, wie man meinen könnte, die Geschenke für das Geburtstagskind. Viel wichtiger sind die kleinen Geschenke die am Ende der Sause an die Partygäste zum mit Nachhause nehmen verteilt werden. Die eigenen Geschenke müssen natürlich möglichst besser, kreativer und toller sein als die, die das eigene Kind von der letzten Feier mit Nachhause gebracht hat.

Vreni tut kund, eine sympathische Bloggerin die gleich wie ich mit viel Humor über das Mama-Dasein bloggt hat auf Instagram eine spannende Umfrage zum Geburtstagsthema gestartet. Die Frage lautete „Wie steht ihr zu den Geschenken für die Gäste?“ die Antwortmöglichkeiten „Find ich super“ oder „Find ich übertrieben“ standen zur Auswahl.
Erstaunlicherweise fanden mehr als die Hälfte der Befragten den Trubel rund um die Gastgeschenke übertrieben.
Spannend, oder?

3 Gedanken zu “Das Leben ist kein Kindergeburtstag…oder doch?

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