Mein 25ster Geburtstag, oder ein Unglück kommt selten allein!

Kennt ihr die Tage an denen sich das Leben anfühlt als hätte man eine gemütliche Bootstour gebucht und Wildwasser-Rafting erhalten?
Mein Geburtstag war genau so ein Tag….aber lest selbst.

Das war ein Wochenende. Was für eine Party.

Allein beim Gedanken an die letzten Tage tun mir sämtliche Muskeln, von denen ich nicht mal wusste, dass sie existieren, weh.

Für meinen 25sten Geburtstag war ursprünglich eine gemütliche Party bei uns auf der Terasse mit ca. 20 Gästen geplant. Seit Anfang des Jahres hatte ich mich schon auf dieses Wochenende gefreut.

1. kommt es anders, und 2. als man denkt…

Vorigen Donnerstag nahmen dann die Dinge ihren Lauf, ohne mein Zutun, und völlig anders als geplant. Der Große startete in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag mit Brech-Durchfall und Fieber, ab Donnerstag teilte auch die Kleine mit ihm das Krankenbett. Nach einer Nacht die ich fast zur Gänze mit Wechseln vollgekotzter Bettwäsche, Händchen halten und Bauch streicheln verbracht hatte, wachte ich dann am Freitag, meinem Geburtstag, auf. Die Frage meiner Mama, wie alt ich mich heute fühle konnte ich nur wahrheits gemäß mit „Wie 1000“ beantworten.

Nichtsdestotrotz freute ich mich auf die Party die für Samstag geplant war und stürzte mich in die Vorbereitungen.

Bis Samstag hatten noch 5 weitere Gäste spontan zugesagt und der Wettergott sich dazu entschieden, genau an diesem Tag, die Blumen ausgiebig von Oben zu gießen. Die Torte war gebacken, die Gäste eingeladen, – Absagen oder verschieben war keine Option. Also haben wir irgendwie versucht die Gästezahl, die sich mittlerweile auf 25 Personen erhöht hatte, irgendwie in unsere Küche zu kriegen. Ich würde nicht behaupten es wäre zu eng gewesen, aber kuschelig war es allemal. Als wären die Umstrukturierungen und Vorbereitungen mit kranken Kindern an der Backe alleine noch nicht anstrengend genug, verfiel mein Mann in eine panische Hysterie, weil wir nicht genügend gleich gemusterte Dessertteller und Tortengabeln auf Lager hatten. Meine Mama hatte mir noch in der Früh angeboten, bis zum Nachmittag auf die Kinder aufzupassen damit ich in Ruhe aufbauen kann. Einen ganz kurzen Moment spielte ich mit dem Gedanken sie anzurufen um zu Fragen, ob dieses Angebot auch für Ehemänner gilt, die sich wie Kleinkinder verhalten. Da die Zeit dafür aber schon zu knapp war hab ich den Gedanken schnell wieder verworfen.

Tortenschlacht ist was für Anfänger…

Als die ersten Gäste dann eintrafen war nicht nur ich, sondern auch der Fondant-Pfau auf der Torte so frustriert, dass er den Kopf hängen ließ. Ein paar Gläser Sekt später nahm die Party endlich Fahrt auf. Die Kinder spielten mit ihrer Tante im Garten, die Gäste amüsierten sich. So weit, so gut. Bis nach kurzer Zeit meine Schwester mit den Worten „Ich glaub der Große hat sich angepinkelt“ zur Tür herein kam. Ihr auf den Fersen kam auch schon der Große. Sein Kopfschütteln begleitet von den Worten „Nicht Lulu. Kacka!“ ließen mich Schlimmstes erahnen.

Ich hab mir den Großen geschnappt, ihn frisch gemacht, umgezogen und auf die Toilette gesetzt für den Fall, dass der Brechdurchfall wieder zurück kommen sollte. Dann wurde ich zurück zur Party gerufen. Erst als einer der Gäste laut in die Runde fragte, wer zuständig sei für Denjenigen der am Klo sitzt und laut „Mama fertig!!“ schreit registrierte ich, dass ich Rabenmutter mein eigenes Kind auf der Toilette vergessen hatte.

Für den Rest der Party gab es dann nur eine Regel.
Was auf dieser Party passiert, bleibt bei der Party.

Nur so viel möchte ich verraten: am Tag danach habe ich beim Aufräumen eine Brille in unserer Mikrowelle gefunden…

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