Das macht man doch nicht! Warum eigentlich nicht?

Soll ich? Oder soll ich nicht?
Darf ich meinem Kind das erlauben? Oder doch nicht?
Meistens fällt die Wahl dann auf „Besser nicht, sicher ist sicher!“

Egal ob es um eine Aktion geht die in irgendeiner Form peinlich enden könnte, oder ob es sich um eine Situation handelt in der das vermeintliche Risiko hoch ist: wir Menschen als Gewohnheitstiere gehen gerne auf Nummer sicher.

Gerade als Mama steckt man dann oft irgendwie in der Zwickmühle wenn es darum geht seinem Nachwuchs die nötigen Freiräume einzuräumen aber trotzdem nicht fahrlässig zu sein.
Unsere Kinder werden auf ihrem Weg vor viele Herausforderungen gestellt. Kleine und mittelgroße, manchmal auch ganz große.
Wir als Mamas stehen daneben und müssen entscheiden, ob wir ihnen die Hand reichen um sie zu halten, oder ob wir hinter ihnen stehen um sie zu fangen, wenn sie fallen.

Risiko – oder Chance?

In meinem Kopf dreht sich dann oft ein „Nutzen-Risiko-Abwägungs“Rad. Wie hoch ist das Risiko tatsächlich? Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass man seinem Kind eine riesige Chance nimmt, wenn man Risiken immer als unüberwindbare Hürden sieht?

Eins kann ich euch mit Sicherheit sagen. Angst ist ein schlechter Ratgeber. Angst lähmt. Das gilt für Kinder und Erwachsene gleichermaßen.

Vielleicht ist der Baum auf den mein Kind steigen will zu hoch. Mein Kind könnte fallen. Es könnte aber auch vom Baumwipfel aus einen wundervollen neuen Ausblick auf die Welt erlangen.

Es könnte gefährlich sein am Fußballplatz mit dem Ball in Richtung Tor zu preschen. Mein Kind könnte stürzen, sich die Beine brechen oder eine Gehirnerschütterung erleiden wenn es gegen das Tor fällt. Es könnte aber auch am Nachmittag dem Papa voller Stolz mit strahlenden Augen vom Triumph erzählen ein Tor geschossen zu haben .

Es könnte ein Fehler sein, sich spontan bei einem Vorsingen anzumelden. Man könnte vor Aufregung keinen Ton herauskriegen. Es könnte sein, dass der Gesang das Publikum nicht so überzeugt wie uns selbst. Es könnte aber auch sein, dass die Freude am Singen aufs Publikum überspringt und auf der Bühne ein Mensch entsteht, der andere und sich begeistert.

Photo by VINICIUS COSTA on Pexels.com

Sieh die Chance zuerst, und dann das Risiko!

Was ich damit sagen will ist: Vielleicht wird aus all diesen Kindern die nie lernen sich etwas zu trauen Erwachsene, die viele große Chancen aus Angst oder falscher Vorsicht ziehen lassen.

Vielleicht ist es eine miese Idee sich auf eine super Stelle zu bewerben. Ich könnte eine Absage bekommen und dann enttäuscht sein. Ich könnte aber auch den Chef so von mir überzeugen, dass ich den Job und damit ein Sprungbrett zur ganz großen Karriere bekomme.

Wenn ich einen wundervollen Mann der mir gefällt anspreche kann es sein, dass ich mir eine derbe Abfuhr einhandle und danach geknickt von dannen ziehen muss. Vielleicht ist er aber mein Traummann, der Vater meiner Kinder, die Liebe meines Lebens?

Vielleicht kauf ich mir doch nicht diesen sexy Bikini, vielleicht ruf ich doch nicht bei einer alten Freundin an die sauer auf mich ist, vielleicht lade ich doch nicht die ganze Familie zu mir ein…..es gibt SO viele von diesen Situationen.

Aber WARUM eigentlich nicht?
Weil die Gefahr besteht zu scheitern?
Aus Angst, sich lächerlich zu machen?
Das Gefühl an einer Hürde gescheitert zu sein ist bei Weitem nicht so schlimm wie die die Ungewissheit es niemals probiert zu haben. Wann haben wir Erwachsene verlernt in dem Risiko auch die Möglichkeit zu sehen? Und warum um alles in der Welt geben wir das auch unseren Kindern weiter?

Es erfordert verdammt viel Mut den einen Schritt über die Grenzen hinaus zu gehen. Aber vielleicht erlangen wir von dort erst einen klaren Blick darauf, wohin wir eigentlich gehen wollen?

Und noch eines….wir Mamas können unseren Kindern alles sagen und erklären. Lernen werden die Kinder allerdings von dem was wir Tun. Sind wir glücklich, sind es auch unsere Kinder. Die Welt kann sehr schön sein, wenn man sie lässt.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s