Von der Chance sein Leben selbst in die Hand zu nehmen…

In den letzten Wochen verbringe ich meine Abende und Autofahrten überwiegend damit Podcasts zu hören. Durch den Tipp eines Freundes bin ich auf etwas wunderbares gestoßen. Ein Podcast mit dem Titel „Wie du 100% Eigenverantwortung übernimmst…“ Aber: was ist Eigenverantwortung eigentlich?

Eigenverantwortung? Klingt anstrengend…

Verantwortung ist ein Wort mit unangenehmen Beigeschmack. Nicht nur einmal habe ich die Frage „Wer ist dafür verantwortlich?“ gehört. Meistens ist in so einem Fall irgendwas schief gegangen. „Verantwortung tragen…“ klingt auch ziemlich schwer. Als ob man einen großen Rucksack zusätzlicher Last schultern müsste sobald man Verantwortung übernimmt.
Leichter ist es bestimmt, die Verantwortung für alles abzugeben. Für die roten Zahlen auf meinem Konto ist der Chef verantwortlich der mir zu wenig zahlt. Für meine Figur ist die Lebensmittelindustrie verantwortlich weil diese mir vorgaukelt wie gesund Frühstücksflocken aus Zucker und Chemie sind. Die Verantwortung dafür, dass meine Beziehung nicht rund läuft liegt natürlich bei meinem Partner. Wo sonst?.

Mich selbst und mein Verhalten immer wieder nüchtern zu betrachten und zu hinterfragen ist öfters richtig anstrengend. Aber welchen Vorteil habe ich, wenn ich Verantwortung für mich und mein Leben übernehme?

Sobald ich Verantwortung für mein Leben übernehme wendet sich das Blatt. Ab dem Moment nehme ich mein Leben selbst in die Hand. Wer die Verantwortung trägt erlangt eine neue Position. Eine Machtposition. Plötzlich hat man die Macht etwas im Leben zu bewegen und zu ändern. Man kann die Dinge anpacken und sofort damit starten alles was schlecht ist gut zu machen. Und alles was gut ist noch zu verbessern. Die Veränderung beginnt in dem Moment, in dem man aufhört die Verantwortung abzugeben.

Verantwortung – Schuld

Ganz wichtig finde ich auch, Verantwortung nicht mit Schuld zu verwechseln. Mindestens gleich schlecht wie die Verantwortung nicht zu übernehmen ist es, sich die Schuld an allem zu geben. Nicht alles was in einem Leben passiert kann man selbst beeinflussen. Die Schuld dafür was mir widerfährt liegt nicht bei mir. Was sehr wohl in meiner Macht liegt ist, was ich daraus mache. Wie oft kommt man im Leben an unangenehmen Stationen vorbei in denen man sich die Frage stellt „Warum immer ich?“. Und genau hier beginnt die Eigenverantwortung. Natürlich kann ich mich wenn ich gestolpert bin hinsetzten, mein gebrochenes Bein beklagen und auf denjenigen schimpfen der den Stolperstein dahin gelegt hat. Ich kann aber auch eine kleine Pause machen, mich erholen und dann erfreut weiterhumpeln weil eines meiner beiden Beine gesund ist!

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